Bildungsarbeit
2023 ist die Zahl der in Deutschland ankommenden Menschen auf der Flucht wieder stark angestiegen und das Thema Flucht hat – leider oft nicht in sachlicher Form – wieder sehr an Bedeutung in der öffentlichen und politischen Debatte gewonnen (u.a. bei der Frage nach der Belastung von Kommunen bei der Unterbringung, aber auch bei Verteilungsfragen bei Zugängen zu Kitaplätzen, Arztterminen uvm.).
Der Kölner Flüchtlingsrat e.V. beobachtet dabei eine zunehmend populistische Diskursverschiebung, die Ängste schürt und Bilder produziert, die nicht von Fakten gedeckt sind. Menschenrechte und die sich aus der Genfer Flüchtlingskonvention ableitenden Rechte von Flüchtenden spielen in der Debatte selten eine Rolle. Umso wichtiger ist eine Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen, die – je nach Alter und Wissensstand – dazu beiträgt, Wissen zum Themenkomplex Flucht zu erlangen und damit Diskurse kritisch einordnen zu können, sowie Sensibilität und Empathie für die Situation Geflüchteter zu entwickeln.
Wissen kann Vorurteile entkräften und wirkt Diskriminierung entgegen. Unsere Workshops tragen durch die Wahl der Inhalte und Methoden dazu bei, dass auch Nicht-Betroffenen deutlicher wird, welche Auswirkungen eine Flucht auf Menschen hat und was es bedeutet, Zugang zu Schutz und Teilhabe in der Aufnahmegesellschaft zu erhalten. Zugleich ist unser Anliegen, dass durch unsere Workshops auch Kinder und Jugendliche mit eigener Fluchterfahrung in den Schulklassen empowert werden. Sie erleben, wie ihre Klassengemeinschaft sich mit den für sie relevanten Themen beschäftigt und Methoden zum Einsatz kommen, die ihre Perspektiven und Anliegen hervorheben. Durch den Einsatz von Referent*innen mit eigener Fluchterfahrung bekommen sie zudem role models mit, die aufzeigen, wie man sich mit Engagement für die eigenen Interessen einsetzen und Raum für die Perspektiven Geflüchteter einnehmen kann.
Auf dem Laufenden hält euch auch Instagram: @jugend_kfr
Zu weiteren Informationen über die Themenschwerpunkte unserer Workshops, den Formaten und dem Formular für Anfragen kommt ihr hier:
We can speak!
Jetzt redet IHR mit den Schüler*innen! Und worüber?
WE CAN SPEAK ist eine Projektreihe, die engagierte Menschen mit eigener Fluchterfahrung zu "Speaker*innen" qualifiziert.
Im Anschluss gebt ihr gemeinsam mit unseren Bildungsreferent*innen oder selbstständig Workshops zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, die ihr unter "Workshops" im Menü findet.
In Kooperation mit

In Kooperation mit

Ziel des Projektes ist es, euch die Möglichkeit zu geben, eure Perspektiven einzubringen und die Repräsentanz von Geflüchteten in der Bildungsarbeit zu stärken. Statt über euch, soll mit euch gesprochen werden.
In der Qualifizierung lernt ihr Methoden der Bildungsarbeit kennen und wie ihr Workshops für Jugendliche gestalten und durchführen könnt.
Wir wollen gemeinsam Vorurteile altersgerecht abbauen, Hintergrundwissen vermitteln und Diskussionen anregen, um mehr Solidarität zu schaffen und alle Beteiligten zu sensibilisieren. Unsere Bildungsmaterialien sind interaktiv, partizipativ, sowohl digital als auch analog, beinhalten viele aktivierende Methoden, die zum Nach- und Mitdenken anregen und für die Arbeit mit einer sehr heterogenen Zielgruppe geeignet sind.
Unterstützt und begleitet werden ihr hierbei von den Projektleiterinnen, einer Empowermenttrainerin und externen Referent*innen.
Ihr habt Interesse mitzumachen? Dann schreibt uns!
jugend@koelner-fluechtlingsrat.de
Auf dem Laufenden hält euch auch Instagram: @jugend_kfr
Zu weiteren Informationen rund um die Themenschwerpunkte unserer Workshops, den Formaten und dem Formular für Anfragen kommt ihr hier:
Kontakt:
Romi Radtke
radtke[@]koelner-fluechtlingsrat.de
0152 34 73 10 62
Anna Thoms
thoms[@]koelner-fluechtlingsrat.de
0175 20 82 40 8
Aische Westermann
westermann[@]koelner-fluechtlingsrat.de
0160 99 30 58 01
Kökipat kölner Kinder-patenschaften
Über das Projekt »KöKiPAT« bringen wir Freiwillige und Grundschüler*innen für eine 1:1-Patenschaft zusammen.
Dabei arbeiten wir eng mit Lehrer*innen, Schulsozial-arbeiter*innen und dem Kommunalen Integrationszentrum zusammen. Die Patenschaften dauern ein Jahr. In der Regel treffen sich die Patinnen und Paten und die Kinder ein bis zweimal pro Woche.
Unsere Erfahrungen nach bereits über 500 Patenschaften: Enorme Verbesserungen der deutschen Sprachkenntnisse bei allen teilnehmenden Kindern und ein wirksames und erfüllendes Engagement für beide Seiten!
Deine Aufgaben als Patin / Pate
Während der Patenschaft triffst du dich ein Jahr lang ein- bis zweimal pro Woche mit deinem Patenkind zur „Außerschulischen Förderung“. So unterschiedlich wie die Kinder sind auch die Inhalte der Patenschaften. Sie werden individuell mit den Kindern, den Eltern und den Lehrer*innen abgestimmt. Vieles ist möglich: Fußballspielen, Kuchen backen, Kinderbücher lesen, spazieren gehen oder einfach gemeinsam in die Sonne blinzeln. Hauptsache, es macht euch beiden Spaß und unterstützt das Kind.
Vorbereitung und Begleitung
Vor Beginn der Patenschaft bereitest du dich in einem Workshop auf deine Aufgaben vor. Dabei lernst du auch die anderen Freiwilligen kennen, die zeitgleich mit dir eine Patenschaft starten. Pro Runde sind immer ca. 15 Freiwillige dabei. Die Gruppen sind sehr vielfältig: Studierende und Rentner*innen, Lehrer*innen und Gärtner*innen, Urkölner*innen und Neuzugezogene. Ein anregender Austausch ist garantiert! Während des Patenjahres treffen wir uns alle zwei Monate zum Erfahrungsaustausch mit dir und anderen Patinnen und Paten. Zudem laden wir euch regelmäßig zu Treffen mit inhaltlichen Qualifizierungen für eure Patenschaften ein. Selbstorganisiert finden auch Sommerfeste oder Ausflüge statt.
Sonstiges
Die Freiwilligen sind haftpflicht- und unfallversichert. Am Ende erhalten sie eine Bescheinigung über ihr Engagement.

Kontakt:
Jashar Erfanian
erfanian[@]koelner-fluechtlingsrat.de
0151-54192903
Das Projekt ist eine Kooperation zwischen Kölner Flüchtlingsrat e.V. und Kölner Freiwilligen Agentur e.V.
In Kooperation mit

Forum für Willkommenskultur
Das Forum für Willkommenskultur unterstützte bisher die Kölner Willkommensinitiativen und war Anlaufstelle für Freiwillige und weitere Akteure in der Flüchtlingsarbeit. Es förderte ihre Vernetzung untereinander, bildete eine Brücke zur Stadtverwaltung und förderte den Austausch mit dieser. Das Forum bot Qualifizierungs- und Informationsangebote für Engagierte und Interessierte. Zudem setzte das Forum eigene Impulse, um die Willkommenskultur für Geflüchtete weiterzuentwickeln und dadurch ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.
Stand jetzt wird das Forum für Willkommenskultur NICHT weiter gefördert und hat seine Arbeit daher eingestellt. Im Januar 2025 entscheidet, ob es bei der Streichung der städtischen Mittel bleibt.
Kontakt:
Jashar Erfanian
erfanian[@]koelner-fluechtlingsrat.de
0151-54192903
Das Forum für Willkommenskultur war ein Kooperationsprojekt von Kölner Flüchtlingsrat e.V. und Kölner Freiwilligen Agentur e.V.